Bewerbung um einen Listenplatz

Am 18. Februar 2017 wird in Hannover die niedersächsische Landesliste für die Bundestagswahl aufgestellt. Ich bewerbe mich um einen Listenplatz und habe in meiner schriftlichen Bewerbung schon einmal meine Schwerpunkt-Themen deutlich gemacht (Bewerbung als pdf-Dokument):

Liebe Freundinnen und Freunde,

schon zu Beginn des Jahres wird klar, dass 2017 ein Schicksalsjahr wird für die Welt, Europa und Deutschland; dieses gilt sowohl für die weltoffene Gesellschaft als auch für die Weichenstellungen beim Umweltschutz. Bei der Bundestagswahl wird sich entscheiden, ob es weiterhin eine große Koalition der kleinsten Kompromisse geben wird oder mit grüner Regierungsbeteiligung die Zukunft unseres Landes positiv verändert wird. Eine erneute große Koalition würde weiter die Ränder des politischen Spektrums stärken. Daher möchte ich mit Euch zusammen für den Wandel kämpfen und ein starkes grünes Ergebnis in Niedersachsen erzielen.

Seit über sieben Jahren bin ich mittlerweile Mitglied bei den Grünen und habe bereits mit viel Engagement an Wahlkämpfen in Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen teilgenommen. Jetzt freue ich mich, dass die grünen Mitglieder im Wahlkreis 43 mir ihr Vertrauen ausgesprochen haben, verbunden mit der Erwartung, dass ich auch für die Liste kandidiere. Diesem Wunsch komme ich natürlich gerne nach.

In vielen Bereichen des täglichen Lebens stehen in den kommenden Jahren große Veränderungen bevor. Lasst uns gemeinsam für die Themen einsetzen, bei denen wir als Bündnis 90 / Die Grünen eine besonders große Kompetenz haben. Dazu gehören für mich insbesondere die Themen Verkehrswende, Agrarwende und Energiewende. Nur mit dem erfolgreichen Wandel in den vorgenannten Bereichen können die Klimaschutzziele noch erreicht werden. Dieses ist dringend erforderlich, um die schlimmsten Folgen der Erderhitzung noch abzuwenden.

 

Verkehrswende

Moderne Mobilitätskonzepte bieten einen Mehrwert für alle Menschen. Dazu gehört eine Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) und des Rad- und Fußverkehrs. Um den Umstieg vom Auto zum Schienenpersonennahverkehr (SPNV) und zum straßengebundenen ÖPNV zu erreichen, sind weitere Investitionen in die Infrastruktur nötig, ebenso wie eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel. Mit diesen vom Bund zur Verfügung gestellten Mitteln bestellen die Bundesländer den SPNV und könnten damit das Angebot deutlich ausweiten. Radverkehr und Fußverkehr sollten stärker gefördert werden und Gesetze modernisiert werden, um die genannten Fortbewegungsmöglichkeiten attraktiver zu gestalten. Gleichzeitig ist es wichtig, die Emissionen des Verkehrssektors zu reduzieren, um viele Zehntausende vorzeitige Todesfälle in Deutschland zu vermeiden. Exemplarisch genannt seien hier die Kohlendioxid-Emissionen, die Stickoxid-Ausstöße, der Feinstaub und auch der Lärm. Insgesamt ist es wichtig, dass ein fairer Wettbewerb zwischen den Verkehrsmitteln hergestellt wird und die ökologisch vorteilhaften Fortbewegungsformen, wie z.B. der Schienenverkehr, nicht länger gegenüber anderen Verkehrsmitteln, wie beispielsweise dem Flugverkehr, benachteiligt werden.

 

Agrarwende

Auf Bundesebene werde ich mich dafür einsetzen, dass Fleischprodukte, die nicht ökologisch hergestellt werden, dem vollen Mehrwertsteuersatz unterliegen. Der Preis stellt ein wichtiges Steuerungsinstrument dar und ein geringerer Fleischkonsum wäre sowohl für die Gesundheit, die Umwelt und den Tierschutz sinnvoll.  Darüber hinaus sollte die Kennzeichnung von Produkten weiter verbessert werden. Bei den Eiern hat die Kennzeichnung bereits bewirkt, dass sich die Konsumenten ihrer Macht bewusst werden und die ökologischere Variante wählen. Dieses wird auch bei anderen Lebensmitteln funktionieren. Außerdem ist eine Stärkung regionaler landwirtschaftlicher Nahrungsmittel sinnvoll, um lokale Strukturen zu stärken und unnötigen Verkehr zu vermeiden. Lasst uns gemeinsam vermitteln, dass nachhaltige Landwirtschaft nötig und bezahlbar ist.

 

Energiewende

Mein Ziel ist es, möglichst schnell zu erreichen, dass dieses Land auf 100 % erneuerbare Energien setzt. Nötig ist dafür, dass nach dem Atomausstieg nun auch der Kohleausstieg zeitnah erfolgt und bessere Speichermöglichkeiten für den Strom weiterentwickelt werden. Neben der Umstellung auf Strom- und Wärmeproduktion aus Erneuerbaren Energien sind auch die Steigerung der Energieeffizienz sowie die dezentrale Versorgung sehr wichtig.

 

Solidarisches Zusammenleben

Ich setze mich dafür ein, allen in der Gesellschaft möglichst gleiche Chancen zu bieten. Daher möchte ich mich mit Euch für eine sozialere Gesellschaft einsetzen, indem beispielsweise eine Kindergrundsicherung und eine Bürgerversicherung eingeführt werden, mit der beispielsweise die bestehende Zweiklassenmedizin abgeschafft wird. Die Finanzierung dieser Maßnahmen ist unter anderem durch das Streichen ökologisch schädlicher Subventionen und eine angemessene Erbschaftssteuer möglich. Die Integration der Geflüchteten bietet große Chancen sowohl für die Geflüchteten selber als auch für die Bundesrepublik Deutschland. Ein Einwanderungsgesetz ist sinnvoll, um bürokratische Hürden abzubauen und eine bessere Anerkennung von Berufs- und Bildungsabschlüssen zu ermöglichen.

 

Internationale Zusammenarbeit

Von rechtspopulistischen Parteien darf sich die Zivilgesellschaft nicht einschüchtern lassen. Vielmehr muss es uns Grünen gemeinsam gelingen, der deutschen Bevölkerung zu vermitteln, wie sehr wir von der europäischen und globalen Zusammenarbeit profitieren. Wir haben uns an grenzenloses Reisen innerhalb Europas gewöhnt. Doch dieser Schengenraum wird mittlerweile leider von immer mehr Politikern infrage gestellt. Daher werde ich klarstellen, dass unser offenes Gesellschaftsmodell mehr Vorteile bietet als eine Politik der Abschottung und des Protektionismus.

 

Wenn es gelingt, unsere Ziele umzusetzen, können wir unseren Kindern und Enkeln eine bessere Welt hinterlassen. Lasst uns dafür zusammen einen engagierten Wahlkampf führen.

Beste Grüße

Euer Eike

 

Grüne Politik

Seit Oktober 2016: Sprecher der LAG Verkehr

Seit November 2015: Delegierter für den Länderrat

2010 – 2011: Vorstands­mitglied bei den Grünen in Bayreuth Stadt

Bildung und Beruf

Seit Januar 2015: zuständig für Schienenverkehr im Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

2008 – 2014: Economics (Volkswirtschaftslehre) Studium an den Universitäten Bayreuth und Kiel mit Auslandsaufenthalten in Neu-Delhi und Stockholm

2008: Abitur am Gymnasium Isernhagen

Ehrenamtliches Engagement:

Vorsitzender des Ehemaligenvereins des Gymnasiums Isernhagen (GymEx Isern­hagen), Kassenprüfer des Verkehrsclubs Deutschland

Mitglied u.a. bei: Greenpeace, FUSS e.V., Amnesty International, taz-Genossenschaft

Interessen:

Tischtennis, Lesen, Doppelkopf, Reisen, vegetarische Ernährung, Wahlkampf, Schlagzeug

Kontakt:

www.eike-lengemann.de; www.facebook.com/EikeLe; www.twitter.com/EikeLe

Themen:

Verkehr, Umweltschutz

Internetseite:

www.eike-lengemann.de

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